22 Angestellte, 4 Valtra-Traktoren und viele weitere Maschinen kümmern sich im Revier des Forstbetriebs Homberg-Schenkenberg um Waldbewirtschaftung, Landschaftspflege, Naturschutzprojekte und Flurwegunterhalt.
«Wenn der X eines Tages vom Hof fährt, bin ich auch weg», witzelt Rolf Treier. Der Betriebsleiter des Forstbetriebs Homberg-Schenkenberg meint damit den Valtra X110, den er als junger Förster der Gemeinde Zeihen im Jahr 2002 angeschafft hatte. Dies, nachdem der bisherige Forsttraktor in der Mitte zerbrach. Die Seilwinde war zu stark.
Vor dem Demotermin waren einige Stimmen in der Forstbranche skeptisch und warnten, der Valtra X als Knicklenker falle um, bevor er überhaupt im Wald sei. Nach einer fast reibungslosen Vorführung – zwischenzeitlich war die Getriebebox kaputt – überzeugte der Traktor, ausgerüstet mit Frontlader, Industrievorderachse, Dreipunktwinde, Rückfahreinrichtung und Forstschutzausrüstung jedoch Treier. Vor allem ebendiese Knicklenkung war ihm wichtig. Sie spielt ihre Stärken auf den schmalen Maschinenwegen aus und erlaubt dem Chauffeur, den Traktor samt Frontlader beim Holz poltern schneller im rechten Winkel zum Baumstamm zu platzieren. Auch bei geringen Platzbedingungen auf Flurwegen sind der grosse Einschlag sowie der enge Wendekreis optimal und beschleunigen zum Beispiel den Ladevorgang.
Heute hat der «X» über 17'000 Betriebsstunden auf dem Buckel; anfangs absolvierte die Maschine bis zu 1200 Stunden pro Jahr. Da der Betrieb kontinuierlich gewachsen ist, hat der Traktor inzwischen schlagkräftige Verstärkung erhalten: Ein Valtra 8750, ein Valtra XN163, ebenfalls mit Knicklenkung, sowie ein moderner Valtra T235.
«Grössere Anbaugeräte erforderten auch grössere Traktoren», führt Christian Bühler aus, der 2007 als Werkstattleiter zum Betrieb gestossen ist. Doch sogar die T-Serie sei für einen 6-Zylinder-Traktor kompakt gebaut und deswegen in einem Mass, wo das Team noch überall durchkomme.
«Wir haben auch nie mehr überlegt, ob es eine andere Marke sein soll.» Knicklenkung, ein starkes Hubwerk, die Rückfahreinrichtung ab Werk und eine gute Lastenverteilung machen die Traktoren zu idealen Arbeitsgeräten für den Forstbetrieb Homberg-Schenkenberg. Treier ergänzt: «Man muss den Chauffeuren auch Komfort bieten, wenn sie den ganzen Tag fahren. Wer lange im Timberjack (Jahrgang 1983) sass, weiss das zu schätzen.»
Die Traktoren lassen sich vielseitig ausrüsten und sind deshalb das ganze Jahr hinweg unterwegs. «Egal ob Forstkran und Rückewagen oder Auslegemulcher, wenn es jemand im Griff hat, ist eine Maschine innert 15 bis 20 Minuten umgebaut», erklärt Werkstattleiter Bühler. Zum Einsatzgebiet gehören Holzerei, Strassenbau und -unterhalt, Grünpflege und Transportarbeiten. In den letzten Jahren wurde weniger geholzt, da der Betrieb aufgrund der Holzpreise etwa 60 % der maximalen Hiebsmenge aus den 2000 Hektaren Wald nutzte. Da bleibt mehr Zeit für andere Arbeiten wie Weiherbau und Bachrenaturierungen im Rahmen von Naturschutzprojekten oder Landschaftspflege. Aktuell bewirtschaften Rolf Treier und sein Team die SBB-Grünflachen der Region. Alles, was nicht von der Schiene aus gemulcht werden kann, übernimmt der Forstbetrieb. Dies umfasst den Erhalt von ökologischen Ausgleichsflächen, Mähen und Abtransportieren des Schnittgutes sowie Strauchpflege in allen Geländelagen.
Die intensive Nutzung unter heissen oder staubigen Bedingungen macht von sich reden. Christian Bühler grinst: «Die Leute sagen, wenn die Maschinen bei uns durchhalten, dann überstehen sie alles.»
Noch Fragen?
Kontaktieren Sie uns!
Unsere Pikett-Service-Nr.
052 631 16 16
Interessiert an unserem Newsletter?
Jetzt abonnieren!
Cookies sind hilfreiche kleine Informationsfragmente, die es uns erleichtern, Ihnen eine optimale bedienbare Website anzubieten.